Auto online anmelden per i-Kfz: So geht es ohne Gang zur Behörde

Die Online-Zulassung per i-Kfz ist in Deutschland möglich — aber nicht für jeden Fall und nicht bei jeder Zulassungsstelle. Wir erklären, wer die Online-Zulassung nutzen kann, was vorausgesetzt wird und wie der Ablauf funktioniert.

Kein Gang zur Behörde nötig eVB-Nummer auch online Pflicht Viele Zulassungsfälle möglich
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Was ist i-Kfz?

i-Kfz steht für internetbasierte Fahrzeugzulassung — das offizielle Onlineportal des Kraftfahrt-Bundesamts, über das viele Zulassungsvorgang vollständig digital abgewickelt werden können. Seit 2015 wird das System schrittweise ausgebaut und deckt inzwischen die meisten gängigen Zulassungsfälle ab.

Voraussetzung ist ein Online-Ausweis (eID) mit aktivierter Online-Funktion sowie ein NFC-fähiges Smartphone oder ein Kartenlesegerät. Zusätzlich müssen die Sicherheitscodes aus den Fahrzeugpapieren vorliegen.

Wichtig: Nicht alle Zulassungsstellen unterstützen alle Vorgänge per i-Kfz. Prüfen Sie vorab auf der Website Ihrer Zulassungsstelle, welche Fälle online möglich sind.

Welche Zulassungsfälle gehen online?

Online möglich

  • Wiederzulassung eines abgemeldeten Fahrzeugs
  • Umschreibung innerhalb desselben Zulassungsbezirks
  • Halterwechsel bei Gebrauchtwagen (in vielen Behörden)
  • Abmeldung eines Fahrzeugs
  • Adressänderung im Fahrzeugschein

Weiterhin vor Ort nötig

  • Neuzulassung eines Neufahrzeugs
  • Fahrzeuge ohne Sicherheitscode in den Papieren
  • Fälle mit fehlender eID
  • Wunschkennzeichen in manchen Behörden
  • Zulassungsstellen ohne i-Kfz-Unterstützung

Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Online-Ausweis (eID)

Ein gültiger Personalausweis mit aktivierter Online-Funktion (eID). Die Aktivierung ist kostenlos beim Einwohnermeldeamt möglich. Zusätzlich ein NFC-fähiges Smartphone oder ein Kartenlesegerät.

Sicherheitscodes aus den Fahrzeugpapieren

Die Zulassungsbescheinigung Teil I und II enthalten verdeckte Sicherheitscodes (eSV-Code), die für die Online-Zulassung benötigt werden. Diese wurden bei neueren Papieren bereits aufgedruckt.

Gültige eVB-Nummer

Auch bei der Online-Zulassung ist die eVB-Nummer Pflicht. Sie wird im i-Kfz-Portal eingegeben und digital beim Kraftfahrt-Bundesamt geprüft. Online in unter 5 Minuten zu beantragen.

SEPA-Mandat (bei Verbrennern)

Für die Kfz-Steuer wird auch bei der Online-Zulassung ein SEPA-Lastschriftmandat benötigt. Bei Elektrofahrzeugen entfällt das, da diese derzeit von der Kfz-Steuer befreit sind.

So läuft die Online-Zulassung ab

  • 1
    eVB-Nummer beantragen Kfz-Versicherung online abschließen oder beim bestehenden Anbieter anfordern — die eVB-Nummer erhalten Sie sofort per E-Mail oder SMS.
  • 2
    Sicherheitscodes aus den Fahrzeugpapieren freilegen Die verdeckten eSV-Codes auf der Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II freirubbeln und notieren.
  • 3
    i-Kfz-Portal aufrufen Die Online-Zulassung erfolgt über das Portal Ihrer zuständigen Zulassungsstelle oder direkt über das i-Kfz-Portal des Kraftfahrt-Bundesamts. Einfach Gemeinde suchen und Online-Dienste aufrufen.
  • 4
    Mit eID authentifizieren und Daten eingeben Ausweis an NFC-Lesegerät oder Smartphone halten, eID-PIN eingeben, dann Fahrzeugdaten, eVB-Nummer und SEPA-Daten eingeben.
  • 5
    Gebühr online bezahlen und Kennzeichen anbringen Die Zulassungsgebühr wird online bezahlt. Anschließend erhalten Sie digital eine Bestätigung — und können die Kennzeichenschilder beim Schildermacher prägen lassen.

Online-Zulassung vs. Zulassungsstelle: Was ist besser?

Vorteile der Online-Zulassung

  • Kein Gang zur Behörde, keine Wartezeit
  • 24/7 verfügbar — auch abends und am Wochenende
  • Schneller als ein Termin bei der Zulassungsstelle
  • Gebühr identisch mit Vor-Ort-Zulassung

Nachteile und Einschränkungen

  • Nicht alle Zulassungsfälle möglich
  • eID und Sicherheitscodes zwingend erforderlich
  • Nicht alle Behörden unterstützen alle Vorgänge
  • Technische Hürde für weniger technikaffine Nutzer

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Häufige Fragen zur Online-Zulassung

Ja — die eVB-Nummer ist auch bei der Online-Zulassung Pflicht. Sie wird im i-Kfz-Portal eingegeben und digital beim Kraftfahrt-Bundesamt geprüft. Der Prozess ist identisch mit der Vor-Ort-Zulassung.
Der eSV-Code (elektronischer Sicherheitscode) befindet sich verdeckt auf der Zulassungsbescheinigung Teil I (Feld 0.1) und Teil II (Feld 0.2). Er wird freigerubbelt wie ein Rubbellos — einmalig, danach ist der Code sichtbar. Achtung: Wer den Code freilegt, kann das Fahrzeug nur noch online ummelden, nicht mehr ohne Weiteres vor Ort.
Wunschkennzeichen können in vielen Bundesländern online reserviert werden — das ist unabhängig von der eigentlichen Online-Zulassung. Die Reservierung läuft über das Portal Ihrer Zulassungsstelle. Das reservierte Kennzeichen wird dann bei der Zulassung (online oder vor Ort) zugeteilt.
Die Kennzeichenschilder müssen nach der Online-Zulassung beim Schildermacher geprägt werden — das ist der einzige Schritt, der noch physisch vor Ort stattfindet. Viele Schildermacher bieten inzwischen auch einen Versand der fertigen Schilder an.

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