Kfz-Versicherung wechseln: Frist bis 30. November, Ablauf und Sonderkündigung

Ein Wechsel kann je nach Fahrzeug und Tarif deutlich sparen — und ist einfacher, als viele denken. Wir erklären alle Fristen, Sonderrechte und was mit der eVB-Nummer passiert.

Fristen verständlich erklärt eVB-Nummer in der Regel sofort per E-Mail Ohne Lücke bei richtigem Startdatum
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Die wichtigste Frist 2026: Endet Ihr Vertrag zum 31. Dezember, muss Ihre Kündigung spätestens am Montag, 30. November 2026 beim Versicherer eingegangen sein. Abschicken reicht nicht, entscheidend ist der Eingang. Das Datum gilt nur bei Vertragsablauf zum Jahresende. Wann Ihr Vertrag endet, steht in Ihrer Police.

Wann können Sie die Kfz-Versicherung wechseln?

Es gibt zwei Möglichkeiten: die ordentliche Kündigung zum Vertragsende (meist zum Jahresende) und die außerordentliche Kündigung, die Sonderkündigung, bei bestimmten Anlässen. Beide ermöglichen einen Wechsel ohne Versicherungslücke, wenn Sie das Startdatum des neuen Vertrags richtig wählen.

Ordentliche Kündigung

Für einen Wechsel zum 1. Januar muss die Kündigung spätestens am 30. November beim Versicherer eingegangen sein. Das gilt für Verträge, die zum 31. Dezember enden. Bei anderem Vertragsende gilt in der Regel eine Frist von einem Monat vor Ablauf.

Frist verpasst? Dann bleibt nur eine Sonderkündigung, falls ein Anlass vorliegt, oder der nächste Stichtag.

Sonderkündigung

Bei diesen Anlässen können Sie außerhalb des Stichtags kündigen, meist innerhalb eines Monats nach dem Anlass:

  • Nach einem Schadenfall (§ 92 VVG)
  • Nach einer Beitragserhöhung, auch durch eine neue Typ- oder Regionalklasse (§ 40 VVG)
  • Beim Verkauf des Fahrzeugs oder beim Halterwechsel (§ 96 VVG)

Die genauen Fristen stehen in Ihren Vertragsbedingungen.

So läuft der Versicherungswechsel ab

  • 1
    Vertragsende prüfen Schauen Sie in Ihre Police: Wann endet Ihr Vertrag? Endet er zum 31. Dezember, gilt der 30. November. Halten Sie auch Ihre SF-Klasse und Ihre Jahresfahrleistung bereit.
  • 2
    Tarife vergleichen Im Vergleichsrechner Tarife nach Preis und Leistung vergleichen. Achten Sie nicht nur auf den günstigsten Preis, sondern auch auf Deckungssummen, Selbstbeteiligung und Leistungen bei grober Fahrlässigkeit.
  • 3
    Neuen Vertrag abschließen Online abschließen und als Startdatum den Tag wählen, an dem der alte Vertrag endet. Schließen Sie nicht erst in letzter Minute ab, damit genug Zeit für die Kündigung bleibt.
  • 4
    Kündigung sicherstellen Viele Versicherer übernehmen die Kündigung beim bisherigen Anbieter auf Ihren Wunsch. Verlassen Sie sich nicht darauf: Entscheidend ist, dass die Kündigung rechtzeitig beim alten Versicherer eingeht. Prüfen Sie den Eingang und bewahren Sie die Bestätigung auf. Im Zweifel kündigen Sie selbst, am sichersten mit Zugangsnachweis.
  • 5
    eVB-Nummer erhalten Nach dem Abschluss erhalten Sie in der Regel sofort eine eVB-Nummer per E-Mail. Sie brauchen sie nur, wenn Sie das Fahrzeug gleichzeitig neu zulassen oder ummelden. Bei einem reinen Tarifwechsel müssen Sie sie nicht einsetzen.

Beitragserhöhung bekommen? Dann gilt eine eigene Frist

Viele Versicherer teilen Beitragsänderungen für das neue Jahr im Herbst mit. Erhöht sich Ihr Beitrag, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht, in der Regel innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung (§ 40 VVG). Die Kündigung wirkt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung wirksam würde.

Lesen Sie solche Schreiben deshalb gleich. Die Monatsfrist läuft unabhängig vom 30. November, und Sie können auch dann noch wechseln, wenn der Stichtag schon vorbei ist.

Tipp: Notieren Sie sich das Datum, an dem die Mitteilung bei Ihnen eingegangen ist. Es bestimmt, bis wann Sie die Sonderkündigung aussprechen können.

Was passiert beim Wechsel mit der eVB-Nummer?

Nach dem Abschluss beim neuen Anbieter erhalten Sie in der Regel eine neue eVB-Nummer. Aktiv einsetzen müssen Sie sie nur, wenn Sie Ihr Fahrzeug gleichzeitig neu zulassen oder ummelden.

Bei einem reinen Tarifwechsel ohne Zulassungsvorgang meldet der Versicherer Beginn und Ende des Versicherungsschutzes elektronisch. Sie müssen nichts nachreichen und Ihr Fahrzeug nicht abmelden.

Gut zu wissen: Bei korrektem Startdatum entsteht keine Versicherungslücke. Der neue Versicherungsschutz beginnt, wenn der alte endet.

Was passiert mit der SF-Klasse beim Wechsel?

Die Schadenfreiheitsklasse gehört Ihnen und nicht dem Versicherer. Bei einem Wechsel nehmen Sie Ihre SF-Klasse mit. Der neue Anbieter erfragt sie beim alten Versicherer, oder Sie geben sie selbst an.

Wichtig: Die SF-Klasse wird vom alten Anbieter bestätigt. Falsche Angaben können später zu Problemen führen. Fordern Sie wenn nötig eine schriftliche Bestätigung Ihrer SF-Klasse beim alten Anbieter an.

Tipp: Wer im laufenden Jahr einen Schaden hatte, sollte prüfen, ob es sich lohnt, ihn selbst zu regulieren, damit die SF-Klasse nicht zurückgestuft wird. Manchmal ist das günstiger als die mehrjährige Höherstufung des Beitrags.

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Häufige Fragen zum Kfz-Versicherungswechsel

Endet Ihr Vertrag zum 31. Dezember, muss die Kündigung bis zum 30. November beim Versicherer eingegangen sein. Bei anderem Vertragsende gilt in der Regel eine Frist von einem Monat vor Ablauf. Das genaue Datum steht in Ihrer Police.
Das hängt vom Anbieter ab. Viele Versicherer übernehmen die Kündigung auf Wunsch, dafür brauchen sie meist Ihre Vollmacht und Angaben zum alten Vertrag. Entscheidend ist, dass die Kündigung rechtzeitig beim alten Versicherer eingeht. Prüfen Sie den Eingang und kündigen Sie im Zweifel selbst.
Dann können Sie nur mit einer Sonderkündigung wechseln, etwa nach einem Schadenfall oder einer Beitragserhöhung. Ohne solchen Anlass müssen Sie bis zum nächsten Stichtag warten.
Nein. Bei einem reinen Versicherungswechsel bleibt das Fahrzeug zugelassen. Der neue Versicherer meldet den Beginn des Versicherungsschutzes elektronisch. Abmelden müssen Sie nur, wenn Sie das Fahrzeug stilllegen oder verkaufen, siehe Auto online abmelden.
Nein, sofern Sie das Startdatum des neuen Vertrags richtig wählen. Der neue Schutz beginnt dann an dem Tag, an dem der alte endet.
Nach einem Schadenfall besteht ein Sonderkündigungsrecht, in der Regel innerhalb eines Monats nach Abschluss der Schadenregulierung (§ 92 VVG). In dieser Zeit kann auch der Versicherer kündigen.
In der Regel ja. Die SF-Klasse wird beim Wechsel übertragen, entweder durch Abfrage beim alten Anbieter oder durch Ihre Angabe beim Abschluss. Die SF-Klasse gehört Ihnen und folgt Ihnen zum neuen Anbieter.

Hinweis: Diese Seite enthält allgemeine Informationen und keine Rechts- oder Versicherungsberatung. Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Vertrags. Diese Seite enthält Partnerlinks. Wenn Sie über einen dieser Links eine Versicherung abschließen, erhalten wir eine Vermittlungsprovision — für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Unsere redaktionellen Inhalte sind davon unabhängig.

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